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zur Europawahl

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Ich bin nicht stolz darauf, Deutscher zu sein, denn dafür gibt es keinen direkten Grund. Aber ich schäme mich auch nicht, es zu sein, denn ich empfinde weder Schuld noch eine besondere Last. Ich wurde 22 Jahre nach dem Untergang der NS-Diktatur geboren, und mein Vater war nur zehn Jahre alt, als die Nazis an die Macht kamen. Ich bin stolz auf diejenigen, die den Mut aufbrachten, Widerstand zu leisten – und ich weiß nicht, ob ich den Mut dazu gehabt hätte. Ich bin auch nicht stolz, Europäer zu sein, weil ich nichts zu den historischen Entwicklungen beigetragen habe. Auch habe ich keine Schuld an den dunklen Kapiteln der europäischen Geschichte, wie der Kolonialzeit und den daraus resultierenden Leiden und Ausbeutungen in vielen Teilen der Welt. Aber ich bin dankbar, Deutscher zu sein, in einem Land zu leben, das mir die Möglichkeit gegeben hat, vom Arbeiterkind zum Akademiker aufzusteigen. Ein Land, in dem ich, 22 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in Frieden und Freiheit l...

Einfach tot

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Es gibt soviele Begriffe dafür: heimgegangen von und gegangen verschieden verstorben fortgehen das Zeitliche segnen... Letztlich ist Mama einfach tot. Danke dass du immer für mich da warst

Unnützes Wissen

 Der Mensch verbringt durschnittlich 24 Jahre seines Lebens mit Schlafen. Facebook ist blau, da Mark Zuckerberg eine rot-grün-Schwäche hat. 2015 sind mehr Menschen an den Verletzungen durch ein Selfie gestorben als von Haiangriffen. Am 18. Februar 1979 schneite es in der Wüste von Sahara für 30 Minuten. Die Bulgaren schütteln den Kopf, wenn sie Ja meinen. Wird fortgesetzt........

Eigentlich

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Eigentlich...   "Eigentlich..." – ein kleines Wort, das so viel mehr in sich trägt als es auf den ersten Blick vermuten lässt. Es beschreibt ein Gefühl, das sowohl Klarheit als auch Unsicherheit in sich vereint. Es steht für das Leben, das wir leben, aber auch für das Leben, das wir uns wünschen. Ein Leben, das wir manchmal als Kompromiss sehen, zwischen dem, was wir hätten sein können und dem, was wir geworden sind. Geht es mir gut? Ja, eigentlich. Die Ruhe des Alltäglichen, die Akzeptanz dessen, was kommt, und die Toleranz für das Unvermeidbare – all das klingt nach einem ausgewogenen, friedlichen Leben. Doch hinter dieser Fassade brodelt die Frage: Ist das wirklich genug? Was, wenn das "Eigentlich" doch mehr ist als das, was ich mir erhofft habe? Wenn es ein stiller Begleiter geworden ist, der mich darauf hinweist, dass ich vielleicht mehr möchte, mehr fühlen könnte, mehr erleben. In der Phase des Lebens "jenseits der fünfzig" kommen solche Fragen ...