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Spanker meets Bunny

  Spanker meets Bunny, so könnte man die Symbiose nennen, die wir mangels passender Partner, getrieben von Neugier und mit der Aufgeschlossenheit für Neues vor etwa drei Jahren eingegangen sind. Mir war der Umgang mit Seilen fremd, und für sie wurde die, von einem heißen Hintern gesteigerte Lust zur neuen Erfahrung.  Letzteres ist hier weitreichend bekannt, zu Ersterem einfach ein paar Gedanken von mir, in Anlehnung an Schattenwächters Beitrag „Rope Bondage" Weil es etwas umfangreicher ist und über die Frage nach der Erfahrung hinaus geht, diesen eigenen Beitrag.  Wie beim Spanking gibt es auch in diesem Teilgebiet des BDSM verschiedene Gründe, weshalb Frau oder Mann daran Gefallen finden.  Ich würde grob unterscheiden zwischen Bondage als Mittel zum Zweck oder als Selbstzweck. Als Mittel zum Zweck:  Schon bei und mit meiner ersten Spankingpartnerin haben wir aufgrund von Neugier und Spieltrieb sehr schnell die Fixierung in unser Spiel einbezogen, ohne dass ich ...

Es könnte ein Anfang sein

  Es könnte ein Anfang sein Schon lange faszinierten sie Gedanken an jene besonderen Spielarten – das Spiel mit Macht und Hingabe, mit Schmerz und Lust. Immer wieder suchten ihre Fantasien sie heim, durchbrachen die Mauern ihres Alltags und ließen sie nicht los, bis sie schließlich nachgab. Dann erlaubte sie sich, in die Tiefen ihres Kopfkinos einzutauchen, und fand Erleichterung in der intimen Einsamkeit, während sie sich ihren Gedanken hingab. In ihren Träumen tauchten Männer auf, die eine Aura von Stärke und Dominanz ausstrahlten. Männer, bei denen sie den Wunsch verspürte, sich fallen zu lassen, schwach sein zu dürfen – ohne Schwäche zeigen zu müssen. Die Vorstellung, sich diesen Männern auszuliefern, erfüllte sie nicht nur mit einer prickelnden Sehnsucht, sondern auch mit einer tiefen Ruhe: das Gefühl, gehalten zu werden, während sie kniete. Männer, die sie nicht erniedrigten, sondern ihre Hingabe als Ausdruck ihrer Stärke betrachteten, die ihr, paradox und doch so wahr, ein n...

Wahl in Sachsen - Anhalt

Die Wahl in Sachsen-Anhalt gibt Anlass zur Sorge – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Es wird als Sieg der Demokratie gefeiert, dass eine rechtspopulistische Partei „nur“ von jedem fünften Wahlberechtigten gewählt wurde. Doch wie beängstigend ist es, dass dieser Maßstab inzwischen als Erfolg gilt? Gleichzeitig erreichen die einstigen Arbeiterparteien, die Linke und die SPD, gemeinsam weniger Stimmen als eben diese Rechtspopulisten. Ich bin kein Politikwissenschaftler, aber es scheint offensichtlich, dass die regierenden Parteien den Kontakt zu den Menschen, für die sie eigentlich Politik machen sollten, verloren haben. Die Mächtigen, sicher in ihren weißen Hemden und Jacketts, meiden den „Schmutz der Straße“ – also den direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern, deren Stimmen sie für sich gewinnen wollen. Stattdessen wird die Bühne jenen überlassen, die laut schreien. Und die AfD erhebt ihre Stimme laut, spricht die Sprache derer, die sich von den etablierten Parteien ver...

Nostalgie als Exil der Gegenwart

  oder... was früher definitiv nicht besser war.  Angeregt durch das Thema „ was früher alles besser war", ein paar weiterführende oder contraire Gedanken dazu. Der Mensch ist ein komisches Wesen, rückblickend behalten wir das Schöne in Erinnerung und verdrängen gern das Unschöne oder Hässliche, das ist natürlich gut so und schützt uns und unsere Psyche. Vorausschauend glauben wir aber selten dass alles gut wird, und sorgen uns vor Ereignissen die zumeist gar nicht eintreten. Rückblickend fallen mir nur drei wesentliche Punkte ein, die früher definitiv besser waren:  Es gab kein Corona und keine AFD (ich denke diese Seuchen darf man in einem Atemzug erwähnen) und ich hatte noch mehr Lebensweg vor als hinter mir.  Unabhängig davon geht es mir heute nicht schlechter (im Gegenteil) und ich finde auch dass sich meine Umwelt im Wesentlichen nicht negativ verändert hat.  Sicher war es eine geile Zeit in den Achzigern erwachsen zu werden, aber das geilste daran war doc...